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Krise in Tigray: Bürgermeister Lars König und drei Amtskollegen appellieren an Bundeskanzlerin

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Gemeinsame Pressemitteilung

Vier Monate Konflikt in Tigray, Äthiopien. Das heißt vier Monate Zerstörung, soziales Elend und eine diffuse Nachrichtenlage. Vier deutsche Städte – Gotha, Leipzig, Vaterstetten und Witten – haben Partnerstädte in Äthiopien. Zwei davon – Gotha mit Adwa und Witten mit Mekelle – in der Krisenregion Tigray. Die Bürgermeister und Oberbürgermeister der Städte haben nun einen gemeinsamen Appell an Angela Merkel gerichtet. Die Bundeskanzlerin soll sich dafür einsetzen, dass internationale UN-Hilfstruppen nach Äthiopien entsandt werden.

„Unsere vier Städte verfolgen ein und dasselbe Ziel: Den Menschen direkt zu helfen“, schreiben Lars König sowie seine Amtskollegen Knut Kreuch (Gotha), Burkhard Jung (Leipzig) und Leonhard Spitzauer (Vaterstetten) in dem Aufruf. Deshalb gehe es nicht darum, „die politischen Schwierigkeiten und Gräben im äthiopischen Staat zu bewerten“, sondern darum, die Arbeit zum Wohlergehen und Austausch zwischen den Menschen fortzusetzen.

Äthiopien war 2019 Reformpartnerland Deutschlands. Die Bundesrepublik hat dort bisher mit einer Unterstützung von rund 150 Millionen Euro jährlich einen besonderen Schwerpunkt in der Entwicklungshilfe gesetzt.

Die sporadischen Meldungen, die überhaupt noch aus dem Land, speziell der Region Tigray, dringen, erzählen dagegen aktuell von massiven Zerstörungen. Fabriken, Krankenhäuser, Schulen und Kinderheime wurden beschädigt, es fehlt an Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Das heißt, die Zivilbevölkerung leidet und Hilfe aus den deutschen Partnerstädten ist praktisch nicht möglich.

„Die Hilfe und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger Äthiopiens, und besonders die Hilfe für die Ärmsten der Armen, ist zusätzlich zum Krieg durch die Corona-Pandemie, die große Heuschreckenplage und die damit verbundene Hungersnot dringender denn je“, mahnen die Bürgermeister und Oberbürgermeister in ihrem Appell. Die Städte sind in dieser Situation weitgehend machtlos. Die Bundesregierung aber hat Möglichkeiten zur Einflussnahme und solle diese nun auch dringend nutzen.

Zur gemeinsamen Erklärung hier.

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