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Etiopia-Witten e.V. bittet um Spenden für die Partnerstadt Mekelle

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„Menschen sind ohne Nahrung und medizinische Versorgung, Krankenhäuser geschlossen und von Plünderungen bedroht“, berichtet Ahmedin Idris vom Vorstand des Vereins Etiopia-Witten e.V., der seit elf Jahren in der Verwaltungsregion Tigray im Norden Äthiopiens Entwicklungshilfe leistet.

Hauptstadt der Region ist Wittens Partnerstadt Mekelle, in der rund 600.000 Menschen leben: „Patienten, Personal und die Studierenden des Ayder Referal Hospitals stehen ohne Schutz plündernden Truppen und kriminellen Banden gegenüber“, erklärt Idris.  Nach seinem erschütternden Bericht harren zurzeit etwa 2.000 Menschen in dem von der Außenwelt abgeschotteten Universitätskrankenhaus aus: „Alle Nahrungsvorräte sind aufgebraucht, es gibt keine Fluchtmöglichkeit, und andauernde Kampfhandlungen lassen aktuell keine Hilfsmaßnahmen zu.“

Nach vier Wochen Kämpfen ist vorgestern die erste Hilfslieferung mit Nahrungsmitteln in Mekelle angetroffen. „Wir sind mit Dr. Reiye als medizinischem Direktor ab und zu durch Mails in Kontakt und wollen mit Ihm ein Notprogramm für die Hilfe herausarbeiten. Dafür wollen wir Spenden sammeln“, so Idris  

Humanitäre Katastrophe in der äthiopischen Nordprovinz Tigray

Denn die Menschen in Tigray sind in einer akut lebensbedrohlichen Notsituation. Unverändert fehlt die Versorgung mit Elektrizität - mit der Folge, dass Wasserversorgung, Licht, Banken und Krankenhäuser, ebenso wie die Telefon- und Internetverbindungen ausgefallen bzw. gesperrt sind. Die Vorräte an Nahrungsmitteln und Medikamenten sind in der gesamten Provinz Tigray weitgehend aufgebraucht. Sowohl in der Provinzhauptstadt Mekelle sowie in den anderen von der äthiopischen Armee übernommenen Orten rauben marodierende Milizen die letzten Nahrungsmittel aus den Geschäften, das Inventar öffentlicher Gebäude und Fabrikeinrichtungen.

Auch das Ayder Hospital , ein Universitätskrankenhaus mit seinen 400 Betten wurde angegriffen. „Dabei wurden zwei Menschen getötet und vier schwer verletzt, die ärztlich wegen der fehlenden Möglichkeiten nur sehr notdürftig versorgt werden konnten“, berichtet Idris.

„Um die drohende Notsituation zu beenden, fordern wir, die Mitglieder des Vereins Etiopia-Witten e.V.  

  • Sofortigen Zugang von Hilfsorganisationen zu allen bedürftigen Menschen in Tigray,
  • Einrichtung einer Luftbrücke zum Mekelle Airport zur umgehenden Versorgung mit den Grundnahrungsmitteln
  • Zugang für ausländische medizinische Hilfsorganisationen zur Versorgung von Verletzten jeglicher Art.

Wir bitten um Ihre Unterstützung und sind dankbar für jede Hilfe, um die Menschen in dieser Krise zu versorgen! Vielen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft“, so Ahmedin Idris. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Witten: IBAN: DE70452500350000901090     BIC: WELADED1WTN

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