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Etiopa Witten ruft internationale Gemeinschaft zum Handeln auf

Grafik: Stadft Witten

Auf Initiative des Vereins Etiopia-Witten e. V. unterhält die Stadt Witten seit Januar 2016 eine Städtepartnerschaft mit Mekelle, mit rund 380000 Einwohnern die zweite große Stadt in Äthiopien und Landeshauptstadt der Nordprovinz Tigray.

Wegen der humanitären Katastrophe in Tigray wendet sich Etiopia-Witten nun mit einem dringenden Hilfeaufruf an die internationale Gemeinschaft.  Hier ein aufrüttelnder Lagebericht von Dr. med. Christian Leuner, Vorsitzender des Vereins Etiopia-Witten e.V.:

Verein hilft beim Aufbau des Gesundheits- und Schulwesens

„Der Entwicklungshilfeverein Etiopia-Witten e. V. hilft den Menschen in Äthiopien, eines der ärmsten Länder der Welt, bereits seit mehr als zehn Jahren beim Aufbau ihres Gesundheits- und Schulwesens. Der Schwerpunkt liegt in der jetzt umkämpften Nordprovinz Tigray. Durch die enge Zusammenarbeit vor Ort mit den sich dort engagierenden Ärzten, Technikern, Verwaltungsfachleuten und Lehrern sind große Fortschritte möglich geworden (nähere Informationen unter: „https://etiopia-witten.de/“).

Krieg mündet in die Katstrophe

Wegen der in vielen Bereichen unveränderten großen Armut, der zunehmenden Trockenheit, einfallenden Heuschreckenschwärme und der neu hinzugetretenen Covid-19-Pandemie war die Bevölkerung bereits in größte Not geraten. Die zurzeit geführte kriegerische Auseinandersetzung in Tigray führt nun zur katastrophalen menschlichen Tragödie. Durch die Blockierung der Elektrizität in Tigray, Sperrung der Zugangsstraßen für die Versorgung mit Lebensmitteln und Kraftstoffen, die Abschaltung der Telefonverbindungen und des Internets, Schließung der Banken sowie einer stetig ansteigenden Zahl von Verletzen und Toten - Soldaten und Zivilisten - kommt es zu einem Zusammenbruch der Ernährungsversorgung, der Versorgung mit Trinkwasser und der gesamten medizinischen Infrastruktur.

Resolution

Angesichts dieser humanitären Katastrophe rufen wir die internationale Gemeinschaft auf, umgehend diese Maßnahmen umzusetzen:

  • Beendung der kriegerischen Aktivitäten in Tigray
  • Zugang von Hilfsorganisationen zu bedürftigen Menschen
  • Einrichtung einer Luftbrücke zur umgehenden Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und medizinischem Material
  • Zugang für ausländische medizinische Einrichtungen zur Versorgung von Verletzten jeglicher Art
  • Wiederherstellung der Versorgung mit Elektrizität
  • Wiedereröffnung der Banken
  • Wiederherstellung von Telefon- und Internetverbindung
    Alle, die an den stark ethnisch gefärbten Auseinandersetzungen in Äthiopien beteiligt sind, rufen wir auf: Don’t fight! – Compromise!”
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